Herzultraschall bei Hund und Katze: Schnittebenen, Messungen, Befund
Schnittebenen, M-Mode, LA/Ao und Doppler bei Hund und Katze, während der Befund die gewichtsnormalisierten Maße und Fraktionen selbst berechnet.
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Der Bauchultraschall ist die häufigste Sonographie in der Kleintierpraxis: Erbrechen und Durchfall, Gewichtsverlust, auffällige Blutwerte, Check-up beim älteren Tier, Abklärung vor einer Narkose. Es gibt viele Organe, Hund und Katze haben eigene Referenzwerte, und der Patient liegt nicht immer still. Hier geht es darum, wie die Untersuchung abläuft, worauf man bei jedem Organ achtet und wohin die Zeit geht, nachdem das Tier schon wieder beim Besitzer ist.
Das Tier kommt nüchtern: Hund und Katze bekommen in der Regel acht bis zwölf Stunden kein Futter, Wasser steht frei zur Verfügung. Den Hund vor der Untersuchung besser nicht Gassi führen, damit die Harnblase gefüllt bleibt. Das Fell am Bauch wird vom Schaufelknorpel bis zur Schambeinfuge und seitlich bis zum Rippenbogen geschoren, die Haut mit Alkohol entfettet und großzügig mit Gel bedeckt. Durch das Fell, auch durch angefeuchtetes, ist das Bild deutlich schlechter.
Gelagert wird in Rückenlage in einer gepolsterten Lagerungsschale oder in Seitenlage, je nach Gewohnheit des Untersuchers und Temperament des Tieres. Für Katzen und kleine Hunde eignet sich ein Mikrokonvex- oder Linearschallkopf mit 7,5-12 MHz, für große Hunde ein Konvexschallkopf mit 5 MHz, für Darmwand und Nebennieren lohnt sich aber auch bei großen Rassen der Wechsel auf den Linearschallkopf. Eine unruhige Katze braucht zwei Personen: eine fixiert, die andere schallt. Lässt sich das Tier nicht untersuchen, entscheidet der Tierarzt je nach Zustand des Patienten über eine Sedation.
Eine feste Reihenfolge hilft, nichts zu übersehen: Leber und Gallenblase, Milz, linke Niere und linke Nebenniere, rechte Niere und rechte Nebenniere, Harnblase, dann Magen, Duodenum, Pankreas, Dünndarmschlingen, Kolon, Lymphknoten, Uterus und Ovarien oder Prostata. Zum Schluss werden alle Regionen noch einmal auf freie Flüssigkeit abgesucht.
Die typischen Störfaktoren kennt jeder: Gas in Magen und Darm, ein voller Magen beim Tier, das doch gefüttert wurde, dichtes Fell und ein angespannter Bauch bei einer ängstlichen Katze. Die rechte Nebenniere und den rechten Pankreasschenkel bekommt man bei tiefbrüstigen Hunden manchmal nur von rechts interkostal dargestellt. Wurde ein Organ nicht dargestellt, schreibt man das besser so in den Befund, als die Zeile leer zu lassen.
Die Untersuchung selbst dauert beim ruhigen Tier fünfzehn bis zwanzig Minuten, bei einer unruhigen Katze oder einem Hund mit viel Darmgas länger. Dann kommt der Befund: rund dreißig Zeilen über die Organe, jede mit eigenen Millimetern, dazu Beschreibungen und Beurteilung. Von Hand sind das weitere zwölf bis fünfzehn Minuten, und oft wird der Befund erst fertig, wenn der Besitzer mit dem Tier schon gegangen ist. Bei zehn Bauchultraschalls pro Schicht kostet das Tippen mehr als zwei Stunden.
Tierart, Rasse, Gewicht, Alter und Geschlecht werden vor der Untersuchung in die Untersuchungskarte eingetragen und müssen nicht diktiert werden. Danach sagt der Tierarzt, was er auf dem Bildschirm sieht, Organ für Organ und mit Zahlen, die Werte landen in ihren Zeilen, und daneben steht gleich der Referenzwert für die Tierart. Unten das Diktat zu einem echten Fall: Katze, sieben Jahre, Check-up vor einer Zahnsanierung in Narkose. Sie können es komplett anhören oder einzelne Sätze anklicken.
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| Parameter | Wert | Referenz |
|---|---|---|
| Tier | ||
| Tierart | ||
| Rasse | ||
| Körpergewicht | ||
| Alter | ||
| Geschlecht | ||
| Leber und Gallenblase | ||
| Lebergröße | ||
| Leberechogenität | ||
| Leberstruktur und Herdbefunde | ||
| Gallenblase | ||
| Gallenblasenwand | ≤ 2-3 | |
| Ductus choledochus | ≤ 3 (Hund), ≤ 4 (Katze) | |
| Milz | ||
| Milzgröße | ||
| Milzdicke | ||
| Milzstruktur und Herdbefunde | ||
| Nieren und Nebennieren | ||
| Rechte Niere, Länge | Katze 30-45; Hund je nach Körpergewicht | |
| Rechte Niere, Breite | ||
| Linke Niere, Länge | Katze 30-45; Hund je nach Körpergewicht | |
| Linke Niere, Breite | ||
| Nierenstruktur | ||
| Nierenbecken rechts | ≤ 2-3 | |
| Nierenbecken links | ≤ 2-3 | |
| Rechte Nebenniere, Dicke | ≤ 7 (Hund), ≤ 4 (Katze) | |
| Linke Nebenniere, Dicke | ≤ 7 (Hund), ≤ 4 (Katze) | |
| Nebennieren, Befund | ||
| Harnblase | ||
| Blasenwand | ≤ 2 bei gefüllter Blase | |
| Blaseninhalt | ||
| Urethra und Ureteren | ||
| Magen, Darm, Pankreas | ||
| Magen | ||
| Magenwand | ≤ 5 (Hund), ≤ 3 (Katze) | |
| Dünndarmwand | ≤ 4 (Hund), ≤ 2.5 (Katze) | |
| Darm | ||
| Pankreas | ||
| Pankreasdicke | ||
| Lymphknoten, freie Flüssigkeit, Geschlechtsorgane | ||
| Abdominale Lymphknoten | ||
| Freie Flüssigkeit | ||
| Uterus, Ovarien / Prostata | ||
Die Werte gehen in die Zeilen ihrer Organe, nicht in einen Fließtext. Der Tierarzt kann in seiner eigenen Reihenfolge vorgehen: mit der Harnblase anfangen, solange sie voll ist, nach dem Darm zur Leber zurückkehren, und trotzdem landet jede Zahl an ihrem Platz. Der Referenzwert neben dem Messwert kommt aus dem Protokollpaket, getrennt für Hund und Katze, deshalb fällt eine für die Katze zu dicke Darmwand sofort auf und nicht erst beim Korrekturlesen.
Die Referenzwerte im Befund sind nach Tierart getrennt: Magenwand bis 5 mm beim Hund und bis 3 mm bei der Katze, Dünndarmwand bis 4 und bis 2,5 mm, Nebennierendicke bis 7 und bis 4 mm, Ductus choledochus bis 3 und bis 4 mm. Die Nierenlänge liegt bei der Katze bei 30-45 mm, beim Hund wird sie unter Berücksichtigung von Gewicht und Rasse beurteilt. Das sind Orientierungswerte, keine Diagnose: Die abschließende Beurteilung liegt immer beim Tierarzt, zusammen mit Klinik und Laborwerten.
Aus denselben Daten entstehen sofort die fertigen Dokumente. Die Tabelle ist praktisch für den Tierarzt und für den Vergleich mit der Voruntersuchung, die Textfassung ist verständlicher für den Besitzer und für den Kollegen, der das Tier weiterbehandelt.
| Tierart | Katze | |
| Rasse | Europäisch Kurzhaar | |
| Körpergewicht | 4.6 kg | |
| Alter | 7 Jahre | |
| Geschlecht | weiblich, kastriert |
| Lebergröße | nicht vergrößert, Ränder spitz, Kontur glatt | |
| Leberechogenität | normal | |
| Leberstruktur und Herdbefunde | homogen, keine Herdbefunde | |
| Gallenblase | mäßig gefüllt, Inhalt anechogen | |
| Gallenblasenwand | 1 mm | ≤ 2-3 |
| Ductus choledochus | 2 mm | ≤ 3 (Hund), ≤ 4 (Katze) |
| Milzgröße | nicht vergrößert | |
| Milzdicke | 7 mm | |
| Milzstruktur und Herdbefunde | homogen, keine Umfangsvermehrungen |
| Rechte Niere, Länge | 38 mm | Katze 30-45; Hund je nach Körpergewicht |
| Rechte Niere, Breite | 26 mm | |
| Linke Niere, Länge | 39 mm | Katze 30-45; Hund je nach Körpergewicht |
| Linke Niere, Breite | 25 mm | |
| Nierenstruktur | kortikomedulläre Abgrenzung erhalten, keine Konkremente | |
| Nierenbecken rechts | 1 mm | ≤ 2-3 |
| Nierenbecken links | 1 mm | ≤ 2-3 |
| Rechte Nebenniere, Dicke | 3.6 mm | ≤ 7 (Hund), ≤ 4 (Katze) |
| Linke Nebenniere, Dicke | 3.8 mm | ≤ 7 (Hund), ≤ 4 (Katze) |
| Nebennieren, Befund | Form und Struktur unauffällig |
| Blasenwand | 1.5 mm | ≤ 2 bei gefüllter Blase |
| Blaseninhalt | anechogen, kein Sediment | |
| Urethra und Ureteren | nicht erweitert |
| Magen | leer, Wandschichtung erhalten | |
| Magenwand | 2.2 mm | ≤ 5 (Hund), ≤ 3 (Katze) |
| Dünndarmwand | 2 mm | ≤ 4 (Hund), ≤ 2.5 (Katze) |
| Darm | Schichtung erhalten, Peristaltik vorhanden | |
| Pankreas | Echogenität normal, umgebendes Fettgewebe unauffällig | |
| Pankreasdicke | 6 mm |
| Abdominale Lymphknoten | nicht vergrößert | |
| Freie Flüssigkeit | nicht nachweisbar | |
| Uterus, Ovarien / Prostata | Uterus und Ovarien nicht darstellbar (kastriert) |
Keine sonographischen Hinweise auf eine Pathologie der Bauchorgane.
Tier. Tierart Katze; Rasse Europäisch Kurzhaar; Körpergewicht 4.6 kg; Alter 7 Jahre; Geschlecht weiblich, kastriert.
Leber und Gallenblase. Lebergröße nicht vergrößert, Ränder spitz, Kontur glatt; Leberechogenität normal; Leberstruktur und Herdbefunde homogen, keine Herdbefunde; Gallenblase mäßig gefüllt, Inhalt anechogen; Gallenblasenwand 1 mm; Ductus choledochus 2 mm.
Milz. Milzgröße nicht vergrößert; Milzdicke 7 mm; Milzstruktur und Herdbefunde homogen, keine Umfangsvermehrungen.
Nieren und Nebennieren. Rechte Niere, Länge 38 mm; Rechte Niere, Breite 26 mm; Linke Niere, Länge 39 mm; Linke Niere, Breite 25 mm; Nierenstruktur kortikomedulläre Abgrenzung erhalten, keine Konkremente; Nierenbecken rechts 1 mm; Nierenbecken links 1 mm; Rechte Nebenniere, Dicke 3.6 mm; Linke Nebenniere, Dicke 3.8 mm; Nebennieren, Befund Form und Struktur unauffällig.
Harnblase. Blasenwand 1.5 mm; Blaseninhalt anechogen, kein Sediment; Urethra und Ureteren nicht erweitert.
Magen, Darm, Pankreas. Magen leer, Wandschichtung erhalten; Magenwand 2.2 mm; Dünndarmwand 2 mm; Darm Schichtung erhalten, Peristaltik vorhanden; Pankreas Echogenität normal, umgebendes Fettgewebe unauffällig; Pankreasdicke 6 mm.
Lymphknoten, freie Flüssigkeit, Geschlechtsorgane. Abdominale Lymphknoten nicht vergrößert; Freie Flüssigkeit nicht nachweisbar; Uterus, Ovarien / Prostata Uterus und Ovarien nicht darstellbar (kastriert).
Keine sonographischen Hinweise auf eine Pathologie der Bauchorgane.
The PDF is built from the same report and is ready to print or send to the patient.
| Tierart | Katze | |
| Rasse | Europäisch Kurzhaar | |
| Körpergewicht | 4.6 kg | |
| Alter | 7 Jahre | |
| Geschlecht | weiblich, kastriert |
| Lebergröße | nicht vergrößert, Ränder spitz, Kontur glatt | |
| Leberechogenität | normal | |
| Leberstruktur und Herdbefunde | homogen, keine Herdbefunde | |
| Gallenblase | mäßig gefüllt, Inhalt anechogen | |
| Gallenblasenwand | 1 mm | ≤ 2-3 |
| Ductus choledochus | 2 mm | ≤ 3 (Hund), ≤ 4 (Katze) |
| Milzgröße | nicht vergrößert | |
| Milzdicke | 7 mm | |
| Milzstruktur und Herdbefunde | homogen, keine Umfangsvermehrungen |
| Rechte Niere, Länge | 38 mm | Katze 30-45; Hund je nach Körpergewicht |
| Rechte Niere, Breite | 26 mm | |
| Linke Niere, Länge | 39 mm | Katze 30-45; Hund je nach Körpergewicht |
| Linke Niere, Breite | 25 mm | |
| Nierenstruktur | kortikomedulläre Abgrenzung erhalten, keine Konkremente | |
| Nierenbecken rechts | 1 mm | ≤ 2-3 |
| Nierenbecken links | 1 mm | ≤ 2-3 |
| Rechte Nebenniere, Dicke | 3.6 mm | ≤ 7 (Hund), ≤ 4 (Katze) |
| Linke Nebenniere, Dicke | 3.8 mm | ≤ 7 (Hund), ≤ 4 (Katze) |
| Nebennieren, Befund | Form und Struktur unauffällig |
| Blasenwand | 1.5 mm | ≤ 2 bei gefüllter Blase |
| Blaseninhalt | anechogen, kein Sediment | |
| Urethra und Ureteren | nicht erweitert |
| Magen | leer, Wandschichtung erhalten | |
| Magenwand | 2.2 mm | ≤ 5 (Hund), ≤ 3 (Katze) |
| Dünndarmwand | 2 mm | ≤ 4 (Hund), ≤ 2.5 (Katze) |
| Darm | Schichtung erhalten, Peristaltik vorhanden | |
| Pankreas | Echogenität normal, umgebendes Fettgewebe unauffällig | |
| Pankreasdicke | 6 mm |
| Abdominale Lymphknoten | nicht vergrößert | |
| Freie Flüssigkeit | nicht nachweisbar | |
| Uterus, Ovarien / Prostata | Uterus und Ovarien nicht darstellbar (kastriert) |
Keine sonographischen Hinweise auf eine Pathologie der Bauchorgane.
Ja, in der Regel acht bis zwölf Stunden ohne Futter, Wasser ist erlaubt. Ein voller Magen verdeckt das Pankreas und Teile des Darms, und Gas nach dem Fressen stört noch mehr. Bei Welpen, Kitten und Diabetikern wird die Nüchternphase in Absprache mit dem behandelnden Tierarzt verkürzt. Die Blase sollte möglichst nicht entleert sein: den Hund direkt vor der Untersuchung besser nicht Gassi führen.
Für eine vollständige Untersuchung ja. Durch das Fell verliert das Bild selbst mit viel Gel oder Alkohol an Schärfe, und feine Details wie die Schichtung der Darmwand oder die Nebennieren der Katze sind schlecht zu erkennen. Für eine kurze gezielte Untersuchung, etwa die Suche nach freier Flüssigkeit, reicht manchmal das Anfeuchten des Fells mit Alkohol.
Die meisten Hunde und viele Katzen lassen die Untersuchung mit Hilfe einer Assistenz ruhig über sich ergehen. Eine Sedation kommt in Frage, wenn das Tier aggressiv, stark angespannt oder schmerzhaft ist und die Untersuchung ohne sie nicht möglich ist. Die Entscheidung trifft der Tierarzt nach dem Zustand des Patienten; dabei ist zu bedenken, dass manche Wirkstoffe Milzgröße und Peristaltik beeinflussen.
Bei der Katze ist alles kleiner, deshalb braucht man einen hochfrequenten Schallkopf, und die Referenzwerte sind strenger: Dünndarmwand bis 2,5 mm, Nebenniere bis 4 mm. Bei Katzen schaut man sich Pankreas und Ductus choledochus besonders genau an, sie sind oft zusammen mit dem Darm betroffen. Beim Hund ist die Spanne der Körpergröße viel breiter, und manche Referenzwerte, etwa die Nierenlänge, werden mit Bezug auf das Körpergewicht beurteilt.
Nein. Er macht aus Ihrem Diktat einen strukturierten Befund und ergänzt Referenzwerte für die Tierart. Beurteilung, Schlussfolgerung und Unterschrift bleiben beim Tierarzt.
In der Tiermedizin wartet der Befund oft, bis der Tierarzt mit dem nächsten Patienten fertig ist, und der Besitzer ist dann längst weg. Entsteht der Befund schon während der Untersuchung, kann er sofort mitgegeben werden, zusammen mit dem Tier und den Empfehlungen.
The first 15 reports are free. After that the price depends on the pack size: from 0.42 to 0.53 USD per report, whatever the length of the dictation. No subscription.
Point your phone camera: the download page with the file and its checksum.
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